Taping mit der FritzBox

Der Telefonmitschnitt wird ab dem 01. August 2020 für Finanzanlagenvermittler Pflicht. Dann tritt nämlich die Finanzanlagen­vermittlungs­ver­ordnung (FinVermV) in Kraft. Um das zu gewährleisten, sind entsprechende technische Vorkehrungen zu treffen. Selbstverständlich ist der Kunde vor der Aufzeichnung hierüber zu informieren und sein Einverständnis einzuholen. Sollte der Kunde sein Einverständnis verweigern, darf eine Beratung oder Vermittlung auf diesem Wege nicht stattfinden. Die Aufzeichnungen müssen revisionssicher gespeichert werden.

So weit so gut, doch wer hat das Thema für sich schon gelöst? Der eine überlegt die Anschaffung einer neuen Telefonanlage, der andere die beste Kompatibilität mit dem Maklerverwaltungsprogramm. Zahlreiche Anbieter buhlen um die Gunst des Finanzberaters. Dabei gibt es vor allem für kleine Einheiten schon längst eine pragmatische Lösung, vorausgesetzt Sie sind Nutzer einer FritzBox.

Hier besteht nämlich die Möglichkeit der Gesprächsaufzeichnung über den integrierten Anrufbeantworter.

Dazu sind eigentlich nur wenige Schritte nötig:

  • einfache Konfiguration des Anrufbeantworters in der FritzBox
  • ggfs. Zuordnung einer eigenen Rufnummer, die ausschließlich für die Beratung verwendet wird, zur Abgrenzung sonstiger allgemeiner Gespräche
  • Frage an den Kunden während des Telefonates, ob er mit der Aufzeichnung einverstanden ist
  • Aufzeichnung mit anschließendem Drücken von Menü, Aufzeichnung “Ja”, Anrufbeantworter

Am Ende des Telefonates wird der Mittschnitt (maximal 10 Minuten) gespeichert und per Email an die hinterlegte Mailadresse versandt.

Die Datei sollte dann in den meisten Maklerverwaltungsprogrammen via upload problemlos zugeordnet werden können.

Als kleine Einheit wohl die günstigste und einfachste und schnellste Lösung, den §18 FinVermV künftig einzuhalten.

Viel Spaß bei der Umsetzung!

Martin Eberhard